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Die mit Schilfrohr gedeckten Fachwerkhäuser , Ställe und Scheunen gingen durch Blitzeinschlag oder durch unvorsichtigen Umgang mit Feuer oft in Flammen auf, die meist das ganze Dorf erfassten.
In der Erb-Zins-Verschreibung von 1769 hieß es bereits: der Kolonist muss"als Eigentümer den Beitrag zur Feuer-Gasse nach Proportion des versicherten Werthes seines Guthes bezahlen und sich Feuerinstrumente anschaffen." Feuerinstrumente waren einfache Löschgeräte, wie Ledereimer, lange Leitern, ein Wasserfaß auf dem Hof und Feuer- oder Enterhaken mit denen brennende Schilfrohrbüdel von den Dächern gerissen werden konnten.
Letztere schossen bei Erwärmung der Hohlräume in den Stängeln wie Raketen und verbreiteten in Windeseile das Feuer. Die Brandbekämpfung erfolgte noch sporadisch und beruhte im wesentlichen auf der Solidarität des ganzen Dorfes. Zwar waren alle Männer zur Hilfe verpflichtet, aber es gab keine systematische Ausbildung zur Brandbekämpfung.
Zur Vorsorge waren die Eingänge der ersten Kolonistenhäuser an der Giebelseite angeordnet, das sollte die Bewohner vor dem brennenden herabstürzenden Dachmaterial schützen. Zur zügigen Bergung der Habseligkeiten hatten die Truhen Räder. Frauen und Kinder hatten bei Bränden auf dem Anwesen zu bleiben.
Bei der Kirchen-Reparatur 1791 wurde aus dem Holz der alten Kanzel und der Sakristei ein Spritzenhaus gebaut und die Gemeinde schaffte ihre erste Feuerspritze an.
Im Jahr 1903 formierten sich die Bürger Busse, Schuch , Gesche und Eichmann zur Freiwilligen Feuerwehr Neutrebbin. Staatliche Mittel gab es nicht. Die erste Handdruckspritze stiftete 1903 der Männergesangsverein Neutrebbin.
Ende der 20er Jahre erhielt die Wehr die erste Motorspritze. Beide Spritzen sind noch im Depot erhalten. Die Zahl der Feuerwehrleute erhöhte sich und es konnten aus Spenden eine Pferdespritze und ein Mannschaftswagen angeschafft werden.
Das alte Feuerwehr-Depot hatte im Giebel den Spruch: "Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr Depot der Freiwilligen Feuerwehr".
Gegenwärtig sind 39 Kameraden aktiv, sie werden von einigen Frauen verstärkt. Bei dem Oder-Hochwasser im Juli/August 1997 war die Neutrebbiner Freiwillige Feuerwehr mit vielen anderen Helfern und modernem Gerät Tag und Nacht im Einsatz. Bei Feuerwehrausscheiden haben die Neutrebbiner schon viele Pokale erworben. Seit 1992 gibt es eine Jugendfeuerwehr. In Grube steht noch ein typisches Spritzenhaus aus Feldstein, die Frontseite zur Straße aus Backstein. Es wird sehr schön restauriert seit einiger Zeit für andere Zwecke genutzt.
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